
Geschichte des Schiffes
Die Wieringer Aak „Bertha Auguste“
Um 1914 auf der Werft "Zwolsman", jetzt „De Hoop“ in Workum am Iisselmeer erbaut, hatte die Aak unter dem Namen „De jonge Dirk“ lange Zeit auf Texel als Fischereifahrzeug gedient.
Etwa 1960 zu einer Segelyacht umgebaut, führte ihre Spur von ihrem Heimathafen Nijkerk bei Amsterdam zum Museumshafen Oevelgönne in Hamburg. Der letzte Eigner Herr J. R. Mahler war der Sohn von Heidi Bertha Auguste Kabel.
Nach Werftaufenthalten in Dänemark und Hamburg kam sie 1995 in meine Hände und wir brachten „Bertha Auguste“ über den Nord-Ostsee-Kanal, die Eider und die Nordsee -unter Segeln und Maschine- nach Sylt, wo ich über 30 Jahre gelebt und gearbeitet habe.
Es folgte eine sich über viele Jahre hinziehende, mich aber sehr erfüllende Restaurierung.
Planken wurden ausgetauscht. Ein neuer Kiel aus Bongossi (12 x 20 cm) wurde eingebaut, alle maroden Spanten erneuert. Das Bergholz habe ich rundherum neu eingebaut. Alle Bodenwrangen erneuert. Die Schwerter aufgearbeitet und lackiert. Das Ruder neu aufgebaut, Mast, Klüver, Großbaum und Gaffel aufgearbeitet. Das Deck geschliffen und neu verfugt. Einbau eines 5-Zylinder-Dieselmotors (90 PS) inclusive Welle und Schraube. Und Vieles andere mehr.
Meistens allein aber immer mit meinen Clubkameraden an der Seite.
Nach Beendigung meiner beruflichen Betätigung als Chirurg in der Nordseeklinik Westerland haben wir ein Haus in Angeln gebaut.
Leider wurde mittlerweile bei mir eine Alzheimer-Demenz diagnostiziert, die schon in den letzten Jahren einem Weiterbau an „Bertha“ im Wege gestanden hat.
Mein Traum, mit ihr auf See zu sein, wird nicht erfüllt werden. Gerne hätte ich sie mit an die Ostsee genommen.
Ich hoffe für sie, dass sie einen neuen Partner findet, der sie vom trockenen Land wieder in ihr Element führt.
Bertha, ich hatte mir gewünscht, daß wir dies beide miteinander geschafft hätten.
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